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![]() Die Hauptstadt Apia Foto: Samoan Tourism Authority |
Geschichtliche Aufzeichnungen aus der Zeit der Besiedelung
Samoas bestehen nur in Form von archäologischen Funden, da
Schriftzeichen zur Überlieferung der Geschichte in Samoa unbekannt
waren. Ausgrabungen in Mulinu’u, Upolu, brachten Tonscherben aus einer
Zeit vor ca. 3.000 Jahren hervor, wobei angenommen wird, dass diese von
den ersten Bewohnern Samoas „importiert“ wurden, da es auf Samoa
keinen Lehm gibt. – Nach den bei diesen Untersuchungen gefundenen
Tonscherben spricht man bei den ersten Einwohnern Samoas auch von der
„Lapita-Kultur“. Die ersten Siedler dürften ca. 1.000 v.Chr.aus
nordwestlicher Richtung aus Neu-Guinea kommend in Samoa eingetroffen
sein; Fiji und Tonga wurden wahrscheinlich wenige hundert Jahre früher
besiedelt. Von hier aus wurden weite Teile des Südpazifiks besiedelt,
weshalb sich die Samoaner auch gerne als Wiege Polynesiens bezeichnen. 1722 entdeckte der holländische Seefahrer Jacob Roggeveen,
der auf der Suche nach dem legendären Südkontinent war, Samoa. 1768
besucht der französische Seefahrer Louis de Bougainville die
samoanischen Inseln und nennt sie wegen des seefahrerischen Geschicks
der Samoaner, mit ihren Outrigger-Segelbooten den Südpazifik zu
befahren die „Navigator Islands“. Im Jahr 1830 landet der Engländer John Williams von der
Londoner Missionsgesellschaft auf der samoanischen Insel Savaii und läßt
sich auf Samoa als Missionar nieder – 10 Jahre später war ganz Samoa
christianisiert! Der Grund für diese schnelle und unblutige Christianisierung
Samoas dürfte auch in der Tatsache liegen, daß es in Samoa bis zum
Beginn des 19. Jahrhunderts noch rituelle Menschenopfer mit
Kannibalismus gab und eine samoanische Prophezeiung besagte, daß eines
Tages Menschen anderer Hautfarbe nach Samoa kommen und eine neue
Religion mit sich bringen würden, die die „einheimischen Götter“
ersetzen würden.......so wurden die ersten Missionare mit offenen Armen
willkommen geheissen ! John Williams bereiste übrigens nach seiner sehr
erfolgreichen Christianisierung Samoas noch die Inseln von Vanuatu, wo
er aber getötet und verspeist wurde.....sein Kopf wurde, nach der
Bekehrung Vanuatu’s, an die Samoaner zurückgegeben und ist heute in
Apia, Samoa, bestattet. Im Jahr 1899 wurde Samoa unter Deutschen und Amerikanern
aufgeteilt. Die USA erhielten Pago-Pago, die Deutschen wurden die neuen
Kolonialherren West-Samoas und England verzichtete auf seinen Anteil an
Samoa und übernahm im Gegenzug die Kolonialherrschaft über Tonga und
die Salomonen. Bei Beginn des 1. Weltkrieges übernahm Neuseeland im August
1914 kampflos Samoa, das ab 1918 unter Treuhandverwaltung von Neuseeland
und Australien gestellt wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Samoa bis zum
31.12.1961 unter die Schirmherrschaft der Vereinten Nationen
unterstellt. Seit dem 1. Januar 1962 ist Samoa ein unabhängiger Staat,
der erste im Südpazifik. Unter dem Staatsoberhaupt Malietoa Tanumafili
II entwickelt sich Samoa zu einer konstitutionellen Demokratie, wird
Mitglied des Commonwealth und der United Nations. Deutsche geniessen in Samoa noch immer einen gewissen
Sonderstatus, da es zwischen den deutschen Kolonialherren und den
Samoanern nie bewaffnete Konflikte gab. – Viele Familien führen noch
heute einen deutschen Familiennamen und sind stolz auf dieses Erbe. Dennoch sollte man einige Verhaltensregeln beachten, um
Konflikte mit den Gastgebern zu vermeiden. So ist etwa FKK-Baden, das
Betreten von Stränden, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen, unpassende
Bekleidung in der Kirche und ähnliche „Ballermänner“ unerwünscht.
– Wer Samoa geniessen will, muß sich dieser Lebensweise anpassen
wollen......und sich daran gewöhnen können, dass hier nichts schnell
geht. – Ungeduld ist unhöflich ! Die Samoaner sind ein tief religiöses und sehr tolerantes
Volk. Es gibt Mormonen, Siebentages-Advenisten, Zeugen Jehovas,
Protestanten, Katholiken und einige wenige Bahai, die in friedlicher
Eintracht ohne jegliche soziale Spannungen zusammenleben. Als jährliche Highlights gilt das Teuila-Festival in der ersten Septemberwoche, wo Abordnungen verschiedener Dörfer in der Hauptstadt Apia ein farbenprächtiges Fest mit Tanz- und Gesangsvorführungen veranstalten. Anlässlich des Teuila-Festival findet auch das Fautassi-Race statt, ein Bootsrennen über 10 Meilen, an denen 40-köpfige Besatzungen um den Sieg im Kanufahren kämpfen. |
![]() Foto: M&T Buchbinder |
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![]() Eröffnungsmarsch beim Teuila-Festival. Foto: A. Serbe |
![]() samoanisches Fale |
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![]() Teuila-Festival Foto: Willi Tauscher |
![]() Villa Vailima, hier lebte Robert Luis Stevenson |
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![]() Feuertänzer Foto: Willi Tauscher |
![]() Kinder in Saanapu |
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![]() Fia-Fia in Aggie Greys Foto: M&T Buchgeher |
![]() Fia-Fia in Aggie Greys Foto: M&T Buchgeher |
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![]() Die schönsten Frauen Samoas Foto: Willi Tauscher |
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